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20.05.2020

(Foto: Klinikum Ingolstadt-GmbH)


Die Notfallklinik im Klinikum Ingolstadt feiert rundes Jubiläum

(ts) Genau vor zehn Jahren wurde die Notaufnahme im Klinikum Ingolstadt zu einer Notfallklinik mit eigenen Betten ausgebaut. Seither werden hier täglich runde 200 Patienten versorgt. Gemeinsam mit den beiden Notfallpraxen für Erwachsene und Kinder des Praxisnetzwerkes GOIN betreut das Klinikum pro Jahr etwa 75.000 Patienten. Dr. Florian Demetz hatte die Leitung seit Gründung der Klinik inne. Nach zehn Jahren verlässt Dr. Florian Demetz das Klinikum Ingolstadt zur Jahresmitte und blickt noch einmal zurück zu den Anfängen. 

Dr. Demetz ist stolz auf das, was gemeinsam in Ingolstadt geschaffen wurde − wenngleich die Herausforderungen nie ausgehen. „Wir waren eine der ersten eigenständigen Notaufnahmen in Deutschland überhaupt“, weiß Dr. Demetz. Der Schritt hin zur Klinik hat vor allem für die Bürger große Vorteile gebracht: Patienten, die vorübergehend im Klinikum bleiben müssen, können im Notfallzentrum bleiben und müssen dank separater Patientenzimmer und eigener Betten nicht − wie es vor 2010 der Fall war − für kurze Zeit in die stationären Bereiche verlegt worden. Trotzdem erfahren sie die bestmögliche Behandlung durch die Spezialisten aller Fachabteilungen, die Zugang zur Notaufnahme- und Überwachungsstation haben. Man spricht deshalb von einer sogenannten Fast-Track-Station.  

Allein im vergangenen Jahr 2019 wurden hier über 5000 Notfallpatienten im Klinikum betreut. Durch die interdisziplinäre Nutzung wird eine schnelle und patientenorientierte Weiterversorgung gewährleistet − die Patienten können die Notfallklinik oft schon nach wenigen Stunden wieder verlassen. Dr. Demetz‘ Fachbereich umfasst neben der Notaufnahme- und Überwachungsstation außerdem das Rettungszentrum sowie die gemeinsam mit der Kardiologie betriebene Chest Pain Unit (Brustschmerzeinheit). Bei Letzterer handelt es sich um eine Notaufnahmestation, die speziell für Notfallpatienten mit Verdacht auf Herzinfarkt sowie für andere kardiovaskuläre Notfälle wie Herzrhythmusstörungen eingerichtet worden ist. Im Rettungszentrum arbeiten zudem erfahrene Notärzte, die täglich auf den Straßen der Stadt im Einsatz sind, um im Notfall gemeinsam mit dem Bayerischen Roten Kreuz schnelle Hilfe leisten zu können. 

Im Schnitt werden am Tag rund 30 Patienten in die Notfallklinik eingeliefert, die lebensbedrohlich erkrankt oder verletzt sind, etwa nach Autounfällen oder einem Herzinfarkt. Rund 50 Personen sind so gefährdet oder verletzt, dass sie dringend behandelt werden müssen. Doch die Hälfte derer, die vor COVID-19 in die Notaufnahme gekommen seien, durchschnittlich etwa 100 Personen täglich, hätten eigentlich zum Hausarzt oder −, wenn der nicht geöffnet hat − in eine Notfallpraxis gehört. „Tatsächlich merken wir seit dem Auftreten des Coronavirus einen Rückgang von vor allem diesen Fällen“, sagt Dr. Demetz. Aber nicht nur, die Patientenzahlen insgesamt seien stark gesunken – aus Angst seien auch einige Notfallpatienten nicht in die Klinik gekommen. 

„Das sollte natürlich nicht sein. Wer akut Hilfe braucht, gehört in die Notfallklinik, zögern Sie deshalb bitte nicht.“ Mit ihrer Ausstattung und dem bestehenden Team sieht Dr. Demetz die Notfallklinik für die Zukunft bestens gerüstet. „Leben retten ist Teamsache“, ist er überzeugt. Und auf sein Team sei Verlass. „Wenn etwas Lebensbedrohliches passiert ist, läuft hier alles wie am Schnürchen“, so der 53-Jährige. Insgesamt sind zirka 100 Mitarbeitende in der Notfallklinik beschäftigt, die an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für den reibungslosen Ablauf im Notfall sorgen. Dazu kommen weitere Ärzte aus den Fachgebieten Anästhesie und Intensivmedizin, Unfallchirurgie, Innere Medizin (insbesondere Kardiologie, Gastroenterologie und Onkologie) sowie Neurologie und Psychiatrie. Der interdisziplinäre Ansatz bildet das Grundgerüst der Arbeit in der Notfallklinik, für jeden Fall gibt es den passenden Spezialisten.

Quelle: Klinikum Ingolstadt-GmbH


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